GAP-Strategie: Ziele mit der Sandschaufel einfach erreichen

Gaps sind per Definition Lücken zwischen zwei Zuständen. Im übertragenen Sinn kann das etwa ein Tal sein, über das eine Brücke geschlagen werden kann.
Gaps gibts auch in vielen Bereichen unseres Lebens. Zum Beispiel die Lücke, zwischen da, wo wir in einem Bereich grad stehen und wo wir von da aus hinwollen.

Gaps können sich auf mehrere Arten bemerkbar machen. Im positiven Sinn als Chancen, die wir mit unseren Ressourcen füllen können um ein Ziel zu erreichen.
Im negativen Sinn kann sich ein Gap so anfühlen, als sitzen Sie in einem Auto dessen Räder durchdrehen und Furchen in den Boden graben. Immer tiefer - je mehr Gas Sie geben.
Das passiert oft dann, wenn Sie einen unbefriedigenden Zustand mit einer unpassenden Strategie verbessern wollen.

Aufs wirkliche Leben umgesetzt kann das sein, dass Sie "mehr vom Selben" statt "etwas Anderes" machen und sich wundern, dass das Resultat dasselbe bleibt oder die Situation sich gar verschlechtert.
Irgendwo habe ich das Zitat gelesen, dass der Unterschied zwischen einer Furche und einem (metaphorischen) Grab sich lediglich in der Tiefe der Löcher zeigt.

Einfach selber verändern

Aus dieser Erkenntnis hat sich eine Coaching-Form entwickelt die sich die Möglichkeiten, die in den Gaps steckt, zunutze macht.
Die GAP-Strategie können Sie ganz einfach selber anwenden. Ohne Vorkenntnisse, nur mit Ihrem gesunden Menschenverstand.

Nach meiner ersten Berufsausbildung hatte ich die Idee, zur See zu fahren und das Kapitänspatent zu erlangen. Aus mancherlei Gründen habe ich das nicht realisiert. Der Seefahrer-Traum hat mich jedoch weiter durch mein ganzes Leben begleitet.
Weil ich mich immer wieder mit diesen Gedanken beschäftigt habe, habe ich immer mehr Energie in das entsprechende Bewusstseinsfeld gegeben und vor ein paar Jahren hat diese Energie den Verwirklichungs-Level erreicht und auf einmal habe ich die Chancen gesehen, meinen Traum zu verwiklichen.

Ein paar Freunde von mir haben beschlossen, das Skipper-Patent für Segel-/Motoryachten auf hoher See zu erwerben.
Das ist zwar nicht die Handelsschifffahrt die mir als Jugendlichem vorschwebte, dafür eine neue faszinierende Perspektive.
So habe ich mich entschieden, mitzutun und die notwendigen Fähigkeiten zu erwerben, um irgendwann mal selber als Skipper mit einer Yacht in See zu stechen.

Den Soll-Zustand ausloten

Als Erstes habe ich mich hingesetzt und mich schlau gemacht, was ich als wichtigste Ressourcen brauche um Skipper zu werden (Ziel).
Da sind einmal die Dinge, die der Gesetzgeber in der Schweiz verlangt.

  • Führerschein Motor-/Segelschiffe (Sportboote) für Binnengewässer
  • Bestandene Prüfung für den Hochseeschein
  • 1'000 Seemeilen Praxis
  • Zusätzliche Meilen um den Ausweis auf beide Yachtarten zu erweitern
  • Einen gültigen Nothilfeausweis

Nun habe ich mir überlegt, welche zusätzlichen Fähigkeiten für mich hilfreich sind.

  • Fremdsprachkenntnisse, vor allem Englisch
  • Meteokenntnisse, die über den Prüfungsstoff hinausgehen
  • Medizinische Kenntnisse, die über die Nothilfe hinausgehen
  • Navigationsfertigkeiten, wie Sextantennnavigation und Kartenlesen
  • Einen Skipperkurs
  • Segelerfahrung als Crewmitglied
  • Seefunkzeugnis
  • Schwimmen können
  • Tauchen können (Falls sich mal was um die Schraube wickelt)

Die aktuelle Position bestimmen

Jetzt habe ich eine zweite Liste mit den Ressourcen angelegt, die ich schon zur Verfügung hatte (Ist-Zustand).
Das waren damals

  • Die Sportboot-Führerscheine
  • Erfahrung mit Motor-/Segelbooten auf Binnenseen
  • Fremdsprachkenntnisse
  • Amateurfunkzeugnis (reicht nicht, ist aber eine gute Grundlage)
  • Meteo-Grundkenntnisse (aus meiner Zeit als Fallschirmspringer)
  • Guter Schwimmer
  • Taucherfahrung
  • Kartenlesen

Im nächsten Schritt habe ich mir eine grobe Skizze davon gemacht, wie mein GAP aussieht.

GAP-Strategie Skizze

Der grüne Bereich zeigt, was ich schon an Sand mitgebracht habe, um die Grube zu überwinden. Nämlich alles, was ich zu Beginn meines Weges zum Skipper bereits an Fähigkeiten und Fertigkeiten besessen habe.
Die nächste Schaufel war, die Hochsee-Theorie zu lernen. Dazu musste ich erst einmal die passende Ausbildungsstätte finden. Die folgenden kleinen Schritte waren dann

  • Mich anmelden
  • Die Ausbildungsstunden besuchen und Zuhause den Stoff lernen
  • Die Prüfung ablegen und bestehen
  • Die erforderlichen Seemeilen fahren
  • Den Medizin-Kurs mit integriertem Nothilfeausweis besuchen
  • Den Hochsee-Schein beantragen und bekommen

Und schon sind mit dem Schein die ersten drei Viertel der Grube zugeschaufelt.
Nun noch die restlichen Schaufeln draufwerfen und mit der letzten Schaufel - Erfahrung als zweiter Skipper sammeln - ist ein komfortabler Weg über die Grube entstanden und ich kann als selbständiger Skipper lossegeln.

Viel Erfolg mit Ihren eigenen Zielen!

Laden Sie hier die GAP-Strategie als PDF herunter.