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Dr. med. James Braid (19.06.1795 - 25.03.1865

Braid studierte an der Universität Edingburgh Medizin und wurde 1841 durch eine Demonstration des Schweizer Magnetiseur Charles Lafontaine auf den Magnetismus (Mesmerismus) aufmerksam.

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Er prägte den Ausdruck "Neurypnologie" (Neurohypnotismus), den er später zum Begriff Hypnose verkürzte - in Anlehnung an den griechischen Gott des Schlafes, Hypnos.

Zu einer Zeit, als in der medizinischen Anästhesie gerade die allerersten erfolgreichen Versuche durchgeführt wurden, war die Hypnose eine der wenigen Methoden zur Schmerzstillung bei Operationen. Braid praktizierte in Manchester und setzte Hypnose ebenso erfolgreich ein wie seine Vorgänger.

Als Ergebnis seiner Beobachtungen änderte James Braid kurz vor seinem Tode seine Ansichten hierüber.

Er sah Hypnose zu diesem Zeitpunkt als die Konzentration der Aufmerksamkeit und Erhöhung der Einbildungskraft. Deshalb wollte er anstelle des Begriffes Hypnose die Bezeichnung "Monoideismus" setzen.

Da die Bezeichnung Hypnose zu diesem Zeitpunkt schon weitgehend sprachlich eingebürgert war, wurde sie jedoch beibehalten.

In Grossbritannien wurde er nach seinem Tod kaum noch beachtet. In Frankreich hingegen wurden seine Ideen aufgegriffen.

 

Clark Hull (24.05.1884 - 10.05.1952)

Clark Hull befasste sich mit Hypnose im Kontext von Auswirkungen traumatischer Erlebnissen auf Menschen.

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Sein Buch "Hypnosis and Suggestibility" wird in Fachkreisen als Initialzündung der modernen Hypnose-Forschung angesehen. Die Erkenntnisse von Hull und Estabrooks führten zur erfolgreichen  Behandlung von Shell-Shock-Opfern (posttraumatische Belastungsstörung). Da diese Störung  nach Konflikten, Unfällen und anderen Ereignissen dieser Art auftritt, erlebt Hypnose seit dem zweiten Weltkrieg einen neuen Aufschwung.

Nicht zuletzt deshalb hat die Britische Ärztekammer 1955 Hypnose als wirksame Therapie anerkannt. 1958 folgte die amerikanische Ärztegesellschaft.

 

George A. Estabrooks (1885 - 1973)

In seinem Buch "Die Zukunft des menschlichen Geistes" gibt George H. Estabrooks ein Beispiel für den militärischen Nutzen der hypnotischen Amnesie: Jede Armee läuft Gefahr, dass ihre Kuriere militärische Geheimnisse preisgeben.

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Ihre Zunge kann durch Drogen und Alkohol, schöne, verführerische Frauen, Geld oder Gewalt und Folter gelöst werden. Pflanzt man ihm die geheime Botschaft jedoch im Zustand der Hypnose ein und "versiegelt" ihn mit der Suggestion, dass niemand anderes ihn hypnotisieren könne, dass er die Nachricht nach dem Aufwachen aus der Hypnose vollständig vergessen habe und dass er sich an sie erst wieder erinnern könne, wenn er ein bestimmtes Code-Wort höre, dann ist es für den Feind vollkommen unmöglich, dem Kurier sein Wissen zu entlocken, da es tief in dessen Unbewusstes eingegraben ist. Zum Leidwesen von Estabrooks ist es bei der Theorie geblieben, in der Praxis hat es nicht funktioniert. Deshalb sind ihm auch bald die Forschungsgelder gestrichen worden.

 

Dave Elman (06.05.1900 - 05.12.1967)

Dave Elman ist leider ob dem Kult, der im Kontext von Hypnose um Milton H. Erickson zelebriert wird, etwas in Vergessenheit geraten. Elman war Entertainer und Radiomoderator und hat seit seiner frühen Kindheit Hypnose als Hobby betrieben. Bereits sein Vater hatte sich in Hypnose ausbilden lassen und damit im Bekanntenkreis Stottern und kleinere Beschwerden therapiert.

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Elmans Schlüsselerlebnis als achtjähriger Junge war, dass sein krebskranker Vater - dem keine Schmerzmittel geholfen haben - nach nur einer Sitzung mit einem einem befreundeten Hypnotiseur für die letzten Wochen seines Lebens absolut beschwerdefrei war.

Elman bewies unter anderem, dass es ziemlich einfach war, jemanden ganz schnell in Trance zu bringen. Üblicherweise wurde Trance zu jener Zeit durch Fixation - beispielsweise auf eine Kerze oder ein Pendel - eingeleitet und es dauerte zwischen fünf Minuten und bis zu 5 Stunden, bis der Hypnotisand eine tiefere Stufe von Trance erreicht hatte.

Den Durchbruch erlebte der Nichtakademiker Elman 1941 mit der Radio Show "Hobby Lobby", die er für CBS produzierte. Er hatte einen Hypnotiseur eingeladen, der eine Rundfunk-Massenhypnose durchführen wollte. Elman half ihm dabei, die Zeit für die Trance-Induktion auf unter fünf Minuten zu drücken. Die Sendung war ein absoluter Erfolg und Elman wurde dafür mit dem "Variety-Award" für die dramatischste Sendung ausgezeichnet. Elman begann daraufhin mit Show-Hypnose.

Nach einer seiner Hypnose-Demonstrationen wurde er von anwesenden Ärzten gebeten, sie in Hypnose auszubilden. Er studierte erst intensiv, was Ärzte und Zahnärzte können mussten und was in deren Kreisen schon bekannt war. Mit seinem Ausbildungskonzept räumte er gründlich mit Missverständnissen auf, die in den Köpfen der mediziner und in der Literatur herumgeisterten. Mit einfachen Konzepten versetzte er Patienten in wenigen Minuten in eine tiefe Trance und anästhesierte sie. Vor allem in USA wurden und werden - von zahnärztlichen Eingriffen bis zur Chirurgie am offenen Herzen - alle möglichen Operationen nach seiner Methode allein unter hypnotischer Anästhesie durchgeführt.

Elman bildete tausende von Ärzten, Zahnärzten und Laien in Hypnose aus und entwickelte ein einfaches System von aufdeckender Hypnose, das er Hypno-Analysis nannte.

Elman postulierte, dass jeder hypnotisierbar ist wenn er in der Lage ist, klaren Anweisungen in Trance zu folgen.

Mit seinen einfachen und wirksamen Techniken gehen erwiesenermassen 90% aller Menschen schnell in eine tiefe Trance.

 

Dr. med. Milton H. Erickson (05.12.1901 - 25.03.1980)

Milton H. Erickson ist es zu verdanken, dass Hypnose in der Psychotherapie wieder mehr und mehr zum Einsatz kommt, nachdem sie durch Sigmund Freuds Ablehnung lange Zeit im Dornröschenschlaf war.

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Er entwickelte einen neuen Ansatz. Dieser betont die Individualität jedes einzelnen Klienten/Patienten und daraus folgend die Notwendigkeit, für jeden den passenden Ansatz und Zugang zu finden. Anders als bei Freud ist für Erickson das Unbewusste eine unerschöpfliche Ressource zur kreativen Selbstheilung. Das Unbewusste ist der Hort von kaum genutzten Erfahrungen des Menschen. Ericksons Ansatz hat zum Ziel, die durch starre Schemata und Denkmuster begrenzte Fähigkeit des Bewusstseins zu erweitern, indem der Hypnotiseur durch spezielle verbale und non-verbale Techniken es dem Unbewussten ermöglicht, die führende Rolle einzunehmen. Gleichzeitig wird es dem Bewusstsein ermöglicht, die unbewussten Selbstheilungskräfte und kreativen Ressourcen zu akzeptieren und zu integrieren.

Erickson war ein Meister der Metaphern (Geschichten mit mehr als einer Bedeutung), mit denen er das Unterbewusstsein fütterte und so die gewünschten Ergebnisse erzielte.

Während Dave Elman und andere Zeitgenossen eher autoritären Hypnose-Techniken benutzten, entwickelte Erickson die permissiven (erlaubenden) Strategien. In dem er von jedem Klienten annahm, was da war und damit arbeitete, erreichte er das Unterbewusstsein seiner Hypnotisanden quasi "von hinten durch die Brust ins Auge".

 

Dr. Richard Bandler (24.02.1950 - ) und Prof. John Grinder (10.01.1939 -)

Zusammen mit John Grinder entwickelte Bandler das Modell von Neuro Linguistic Programming (NLP).

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Unter anderem beobachteten die beiden welche Strategien erfolgreiche Menschen anwenden, um den Erfolg zu generieren und packten ihre Beobachtungen in nachvollziehbare Schritte. Das Modell von NLP geht davon aus, dass jeder Mensch alles in sich trägt, um das zu erreichen, was er erreichen will. Also braucht man nur die einzelnen Schritte abzuarbeiten, um dasselbe oder ein besseres Ergebnis zu bekommen.

Bandler und Grinder nennen diese Strategie "modellieren".

Unter anderem modellierten die beiden Milton H. Erickson, dessen lakonischer Kommentar dazu war: "Bandler and Grinder spent four days with me and they thought they got my technique in a nutshell ...what they got was a nutshell!"

Ein weiterer Hauptpunkt von NLP ist die Annahme, dass ein NLpeut nur die Fähigkeit benötigt, um seinen Klienten sauber durch Prozesse zu führen. Den Inhalt der Prozesse hingegen braucht er nicht zu kennen. NLP gehört deshalb zu den zudeckenden Hypnoseverfahren.

Bandler setzt in seinem Unterricht voll auf Hypnose und Lernen in einer Lerntrance. Fast alles, was er heute als NLP bezeichnet, ist Hypnose pur.

Das Modell von NLP hat mittlerweile einen eigenen und anerkannten Platz in der Psychotherapie.

 

Hanspeter Eberle D.C.H. (05.12.1952 - )

hanspeter-eberle-flexibel-elegant-coach-trainer-ziekgenauDave Elman's effiziente Trance-Induktionen gepaart mit Milton.H. Ericksons Sprachmustern und Techniken aus dem Modell von NLP sowie selber entwickelte Tools im Therapie- und Coaching-Bereich machen aus Hanspeter Eberle D.C.H. einen der flexibelsten und effizientesten Hypno-Coaches und -Trainer überhaupt.
Er orientiert sich dazu an C.G. Jungs Theorie der eigenen Schatten wie auch an der systemischen Theorie von Hellinger und anderen. Das geschickte Kombinieren gibt ihm die nötige Freiheit, um den emotionalen Zustand und die Anliegen der Klientinnen und Klienten richtig und schnell wahrzunehmen.
Weil schnelles Anpassen an die verschiedensten Situationen im Kontext der Klienten nötig ist, um jeden einzelnen Menschen als einmaliges und wertvolles Individuum zu respektieren.
Hanspeter Eberle wahrt die Einzigartigkeit seiner Klienten in dem er ihnen Coachings, Beratungen und Therapien auf den Leib massschneidert.

Dieselben Grundsätze gelten für ihn beim Weitergeben seines Wissens. Seine Seminare sind nach dem Prinzip von "Installation Based Accelerated Learning" aufgebaut.
Hanspeter Eberle steht mit seinem Namen für erfolgreiches und spielerisches Erwerben der notwendigen Skills und Tools und einer individuellen Förderung bis zum Erreichen des gewünschten Levels.

 

Die Väter der Time-Line Therapie

Die Arbeit mit der Zeitlinie ist ein Konzept von Richard Bandler und John Grinder, den Designern des Modells von Neuro Linguistic Programming (NLP).

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In deren Konzept "Walking the Time Line" geht der Klient über eine gedachte Zeitlinie auf dem Boden. Das soll ihm helfen, belastende Dinge in seinem Leben aufzuspüren und mit Hilfe vorhandener Ressourcen zu korrigieren.

1988 hat der amerikanische Hypno-Therapeut Tad James mit seinem Buch "Time Line Therapy" ein eigenes Konzept vorgestellt. Bei diesem Modell schwebt der Klient in Hypnose über seiner Zeitlinie und schafft so Raum zwischen sich und den belastenden Situationen (Dissoziation).

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James hat bei seiner Arbeit mit der Time Line beobachtet, dass in bestimmten Positionen über der Zeitlinie starke Emotionen des Klienten im Zusammenhang mit seinem Problem einfach verschwinden. Dieser Effekt ermöglicht es dem Klienten, auch heftige Traumata auflösen zu können ohne dass er sich durch die Qual der Erinnerungen selber in eine Therapie-Blockade (Stuck State) hineinmanövriert.

Die Theorie der Time Line beinhaltet auch die Annahme, dass alle Erinnerungen zu einem Thema in Form einer "Gestalt" aneinanderhängen. Hier ist der Einfluss von Fritz Pearls deutlich spürbar. Der Psychoanalytiker Pearls hat 1941 den Ansatz der Gestalt-Therapie geschaffen.

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Dabei geht es im wesentlichen darum, dass der Klient seine Wahrnehmung und sein Bewusstsein verfeinert um seine Kontaktstörungen zur Umwelt als solche zu erkennen und zu erleben. Über die Reaktivierung emotionaler Bedürfnisse und der Wahrnehmung derselben soll es dem Klienten ermöglicht werden, sich in positiver Weise mit seinem Umfeld auszutauschen.

Bandler und Grinder haben seine Strategien abgekupfert (modelliert) und in das Modell von NLP integriert, wodurch es auch zu einem Bestandteil der Time Line Arbeit geworden ist.

Sowohl Richard Bandler wie auch Tad James erheben den Anspruch, die Erfinder des Time Line Konzepts zu sein.

Soweit hört sich das ganz gut an. Der Haken dabei ist, dass Tad James die Haltung eingenommen hat, dass der Therapeut oder Coach den Klienten lediglich sauber durch den Prozess führen muss ohne zu wissen, was der Klient in diesem Prozess grad bearbeitet. Diese Denkweise ist ein fundamentales Prinzip von NLP: Der Coach hilft dem Klienten nur dabei, dass sich dieser auf seiner eigenen Landkarte besser zurechtfindet.