Bookmark and Share


Hypnose ist so alt wie die Menschheit

Das, was wir Hypnose nennen, gibt es schon seit seit Beginn der Menscheit. Archäologische Funde deuten darauf hin, dass bereits unter den ersten Menschen immer wieder solche waren, die besondere Fähigkeiten entwickelt haben. Zum Beispiel Kranke zu heilen oder Rituale durchzuführen.

Aus dem alten Ägypten wurden Aufzeichnungen gefunden, gemäss denen Kranke in einen Heilschlaf versetzt wurden und dadurch wieder gesund geworden sind.

orakel-von-delphi-hypnose-mythos-therapie-system-coach-eft-hans-peter-eberle-zielgenau

In der griechischen Antike haben Kriegsherren und Herrscher das Orakel von Delphi befragt, um Unwägbarkeiten in ihren Handlungen möglichst auszuschliessen. Natürlich hat das Orakel nicht selber gesprochen, sondern dessen Hüter haben sich in einen erweiterten Bewusstseinszustand versetzt, um Antworten und Hinweise aus der anderen Welt zu bekommen.

Aufzeichnungen aus der Maya-Kultur entnehmen wir, dass die Priester ihre astronomischen Beobachtungen mit Hilfe von bewusstseinserweiternden Substanzen erträumt haben. Ihr Himmelsglobus bildet unser Planetensystem äusserst präzise ab. Dies bestätigte die Entdeckung neuer Sterne, die den Maya bekannt waren und die in unserer Zeit erst mit der Installation des Weltraumteleskops "Hubble" sichtbar geworden sind.

 

Hypnose - Mystik oder handfeste Therapie?

Noch immer ranken sich in den Köpfen vieler Menschen Mythen zum Phänomen Hypnose.

Manche haben schon mal Bühnen- oder Fernseh-Shows gesehen - mit Leuten wie David Copperfield,  Uri Geller, Vincent Raven und wie sie alle heissen.

Und so geistern dann Vorstellungen herum, was Hypnose angeblich ist. Da werden Sie auf die Bühne geholt, der Hypnotiseur schaut Ihnen tief in die Augen, schnippt mit dem Finger und weg sind Sie. Das einzige, woran Sie sich erinnern ist das, was andere erzählen. Angeblich sind sie auf der Bühne herumgehoppelt wie ein Kaninchen und haben gekreischt wie ein Pinguin, dabei einen Teller Sushi verschlungen und das alles, wo Sie doch Fisch verabscheuen. Und wie gesagt: Die Erinnerung daran ist weg.

 

Was steckt wirklich hinter der Show-Hypnose?

Erst einmal muss ein Bühnenhypnotiseur - genauso wie ein Hypno-Coach oder Therapeut - eine gut geschulte Wahrnehmung und ein Gespür für Menschen haben. Während er seine Geschichten erzählt und geheimnisvolle Vorbereitungen trifft, beobachtet er das Publikum genau.

show-hypnose-system-eft-coach-trainer-therapie-hans-peter-eberle-zielgenau

Für ihn ist es wichtig, sehr schnell herauszufinden, welche der Zuschauer gerne einen eigenen grossen Auftritt haben. Wenn er sich nun seine Hypnotisanden (das sind die, die hypnotisiert werden) aussucht, so wählt er entweder Leute, die er bereits vor der Show im Publikum verteilt hat oder eben solche, die Anzeichen zeigen, dass Sie sich gerne auf der Bühne darstellen wollen.

Die werden auch brav seine Anweisungen befolgen. Denn erstens wollen sie die Erwartungen der übrigen Zuschauer erfüllen (Gruppendruck) und zweitens ganz einfach beweisen, dass sie das können, was von ihnen erwartet wird. Und als Belohnung dann den wohlverdienten Applaus geniessen.

Moderne Illusionisten wie David Copperfield brauchen für Ihre Show ein paar Laster voller Technik. Das hat mit Hypnose schon gar nichts mehr zu tun.

 

Und was genau ist denn jetzt richtige Hypnose?

Hypnose ist ein ganz natürlicher Bewusstseinszustand und jeder Mensch gerät da täglich mehrmals rein. Bewusst oder unbewusst. Schauen wir uns mal ein Beispiel dazu an: Die Autobahn-Trance.

Stellen Sie sich vor, Sie fahren auf der Autobahn. Die Strasse führt über eine längere Zeit geradeaus und unbewusst nehmen Sie wahr, wie die Markierungslinien an Ihnen vorbeiflitzen. Und auf einmal sind Sie kurz vor Bern - dabei sind Sie doch erst vor ein paar Minuten in Zürich losgefahren. Und jetzt fehlt eine Stunde in Ihrer Erinnerung. Geschlafen haben Sie mit Sicherheit nicht - denn sonst wären Sie ja nicht wohlbehalten da angekommen, wo Sie gerade sind.

autobahn-trance-hypnose-system-eft-coach-trainer-therapie-hans-peter-eberle-zielgenau

Was ist da passiert? Nun, ähnlich wie ein Navi mit Kartenzeichner zeichnet Ihr Gehirn Erinnerungen fortlaufend auf. Ihrem Navi können Sie mitteilen, es solle für eine gewisse Zeit keinen Weg aufzeichnen. Trotzdem führt Sie das Gerät zum Ziel.

Die vorbeiflitzenden Mittellinien-Markierungen machen in Ihrem Gehirn etwas ähnliches. Im Moment des Geschehens sind Sie voll präsent doch sorgen die monotonen Reize dafür, dass die Erinnerung daran aus dem Kurzzeit-Gedächtnis gelöscht werden. Weil die Wahrnehmung der Markierungen ja eine sich immer wiederholende (redundante) Geschichte ist. Würden Sie jetzt in eine leichte Trance versetzt so könnten Sie die gesamte Fahrt wieder perfekt erinnern.

Noch ein Beispiel? Gut. Sicher haben Sie schon mal einen spannenden Film gesehen oder besser noch, ein spannendes, lebendiges Buch gelesen.

karl-may-winnetou-trance-hypnose-system-eft-coach-trainer-therapie-hans-peter-eberle-zielgenau

Und möglicherweise sind Sie derart in die Handlung eingetaucht, dass Sie den Film mit allen Sinnen miterlebt haben (angeblich steigt der Kleenex-Verbrauch dramatisch wenn im Fernsehen Rosamunde Pilcher läuft). Oder Sie sind im Buch selber zum Protagonisten geworden und als Winnetou oder Old Shatterhand über die Prärie geritten.

Phänomene dieser Art und viele andere im Alltag sind nichts anderes als Hypnose.

Das Wort stammt übrigens aus dem Griechischen und ist abgeleitet vom Namen des Schlafgottes Hypnos. Der schottische Arzt James Braid hat den Ausdruck geprägt, denn die früheren Hypnotiseure waren der Ansicht, dass hypnotisierte Menschen in eine Art Schlaf fallen. Braid hat das zwar korrigiert als er herausgefunden hatte, dass dem nicht so ist. Doch da hatte sich eben der Name Hypnose schon eingebürgert.

 

Jeder kann hypnotisiert werden

Bei dieser Aussage scheiden sich die Geister. Meine Überzeugung ist die, dass jeder, der sich entschliesst sich hypnotisieren zu lassen auch hypnotisierbar ist.
Und wie im vorstehenden Abschnitt beschrieben wirkt die "Alltagstrance" auch bei Menschen, die sich bewusst nicht hypnotisieren lassen wollen.

Entscheidet sich jemand für Hypnose liegt es an der Kunst des Hypnotiseurs, über die Sprache und deren Muster dem Hypnotisanden Anweisungen schmackhaft zu machen. Im Fachjargon heisst das, dem Hypnotisanden etwas zu suggerieren oder salopp gesagt, ihm elegant etwas unterzuschieben.
Damit das geht, muss erst einmal ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis - verbal und nonverbal - zwischen Hypnotiseur und Hypnotisand aufgebaut werden. Im Fachjargon nennt man das "Rapport aufbauen".
Nur wenn Rapport da ist, greift Hypnose.

Und noch etwas: Hypnose bedingt nicht zwingend Entspannung. Schamanische Trommeltrance, volles Mitgehen an einem Konzert oder stundenlanges Rosenkranzbeten in der Kirche führen ebenfalls dazu, dass der Hypnotisand automatisch seinen Fokus nach innen lenkt (selektive Wahrnehmung), sein kritisches Urteilsvermögen in den Hintergrund stellt und so die Voraussetzungen dafür schafft, dass die Suggestibilität grösser wird.

 

Was passiert denn beim Hypnotiseur?

Es mag Sie erstaunen - ein Hypnotiseur kann Sie nicht hypnotisieren. Dave Elman - einer der reputiertesten Ausbilder in klinischer Hypnose - hat durch eigene Beobachtungen und Feedback seiner Studenten festgestellt, dass jede Hypnose im Grunde eine Selbsthypnose des Klienten ist. Demzufolge hilft der Hypnotiseur seinem Hypnotisanden mit gezieltem Einsatz von entspannenden Techniken nur über die Schwelle in sein Inneres.

Doch nun der Reihe nach.

Elman hat als erster herausgefunden, dass Menschen selbst in einer Vollnarkose jedes Detail einer Operation wahrnehmen. Durch das Erzeugen einer tiefen Entspannung (Trance-Induktion) vermochte er den Patienten die Erinnerung daran wieder zugänglich zu machen. In vielen Versuchen hat er bewiesen, dass im hypnotischen Zustand

  • die Sinneswahrnehmung des Klienten feiner ist als im Wachbewusstsein

  • der Klient jederzeit die volle Kontrolle über seinen Körper und seinen Geist behält

  • der Hypnotisand die Stimme des Hypnotiseurs hört, versteht was dieser sagt und in der Lage ist, Anweisungen auszuführen oder zu verweigern

  • der Klient nur die Suggestionen (kommt vom lateinischen Wort suggere und bedeute in etwa einflüstern) annimmt, die ihm hilfreich und dienlich sind und die er als angenehm empfindet

  • Körperfunktionen beeinflusst werden können, beispielsweise lassen sich Körperregionen betäuben (Anästhesie), Schmerzen ausschalten (Analgesie), Blutungen können gestillt werden und vieles mehr

In der Zwischenzeit sind Elmans Beobachtungen mit vielen Studien an Kliniken - zum Beispiel an der amerikanischen Mayo-Klinik - und Universitäten verifiziert worden.

Damit ist die Annahme, jemand könne gegen seinen Willen manipuliert werden vom Tisch. Natürlich sind Versuche in diese Richtung unternommen worden - vor allem in der Zeit des kalten Krieges sowohl bei den Sowjets, wie auch beim CIA. Der amerikanische Psychiater George Estabrooks war einer der führenden Köpfe dabei. Er hat es zwar nicht geschafft, Menschen umzuprogrammieren doch sind Teile seiner Arbeit und der Arbeit von Clark Hull die Grundlage der heutigen Trauma-Verarbeitung durch Care-Teams, beispielsweise nach Flugzeugabstürzen.

 

Gedanken werden Wirklichkeit

In unserer Vorstellungskraft sind unsere Möglichkeiten in jeder Hinsicht grenzenlos. Was uns in der Realität oft am Erfolg hindert, sind Dinge, die wir irgendwann einmal gehört, gesehen oder erlebt haben. Oder Themen aus früheren Generationen, die auf unserer "Festplatte" gespeichert sind. Einfach alles, was uns glauben lässt, dass etwas so ist wie es scheint. Ideen oder Vorstellungen, die uns unlogisch oder unmöglich erscheinen.

Doch Hand auf's Herz: Wo steckt die Logik bei jemandem der glaubt, am Freitag den 13. hätte er den ganzen Tag Pech? Oder heute sei ein schlechter Tag, weil ihm eine schwarze Katze über den Weg gelaufen ist? Ganz übel wird's dann, wenn er aus versehen die Hasenpfote zuhause vergessenn hat.

schwarze-katze-hypno-geschichte-system-eft-coach-hans-peter-eberle-zielgenau

Ist doch alles Humbug, wir leben doch 21. Jahrhundert.

Oder doch kein Humbug?

Es gibt genug Beispiele dafür, dass Menschen, die daran glauben tatsächlich vom Pech verfolgt sind wenn einer dieser Fälle eintritt.

Ganz einfach deshalb, weil sie sich auf das Pech fokussieren, automatisch damit in Resonanz gehen und es so geradezu magisch anziehen.

Da das Negativ-Beispiel anscheinend recht gut funktioniert muss es ja andersherum auch gehen. Alles, was Sie tun müssen, ist genau so an das zu glauben was Sie gerne haben wollen. Dann hilft Ihr Unterbewusstsein kräftig mit, dass Sie Ihre Träume verwirklichen und Ihre Wünsche erfüllen können.

Und genau da setzt der Hypnose-Coach oder -Therapeut an. Er ist Ihr Begleiter in die Welt, in der Sie Ihre Realität schaffen.

Er zeigt Ihnen, wie Sie Ihren inneren Kritiker und Beurteiler mundtot machen und an dessen Stelle die Fähigkeit implementieren, an das "was wäre wenn..." zu glauben. Und auf einmal rücken scheinbar unlösbare Herausforderungen in die Richtung eines Ergebnisses, wie Sie es sich wünschen. Selbst dann, wenn es allen Meinungen Ihres Umfeldes widerspricht.

 

Jeder kommt wieder aus der Hypnose

Es ist wie beim Fallschirmspringen. Dort gibts den Spruch: "Runter kommen sie alle".
In der Hypnose heisst es: "Raus kommen sie alle".
Zumindest dann, wenn der Hypnotisand die Herauskomm-Suggestion befolgt. Und das muss er nicht zwingend tun. Es gibt ab und zu mal jemanden, der sich derart angenehm entspannt, dass er den Zustand länger geniessen will. Möglicherweise schläft er dabei ein und erwacht dann frisch und munter einige Zeit später.
Ein guter Hypnotiseur weiss aber immer einen "Zauberspruch", der bei Bedarf den Klienten sofort zurückbringt.

 

Erinnerung bleibt immer

Hypnose erhöht den Fokus nach innen. Und bringt so das Unterbewusstseuin dazu, Dinge preiszugeben, die im "Wachzustand" im Verborgenen bleiben. Diese Art von gesteigertem Erinnerungsvermögen nennt man "Hypermnesie".

Der Gegenpart davon ist "Amnesie". Wird Amnesie produziert, so bedeutet das, dass gewisse Dinge "vergessen" werden. Zwar kann ein Hypnotiseur Amnesie suggerieren - produzieren muss sie der Hypnotisand selber.

Suggeriert also ein Hypnotherapeut, dass der Klient etwas vergessen soll und dieser tut es, ist es - ähnlich wie beim Computer - erst mal im Papierkorb des Gedächtnisses gelandet.
Amnesie kann ganz einfach aufgehoben werden und hebt sich nach einer gewissen Zeit von selber auf. So kommt das "Vergessene" ganz einfach aus dem Papierkorb zurück ins Gedächtnis.

Kommt noch dazu, dass jeder Hypnotisand das Recht darauf hat, sich an das zu erinnern, was in Hypnose gearbeitet worden ist.

Neben der suggerierten Amnesie gibt es eine ganz natürliche Art davon. Dann nämlich, wenn sich Hypnotiseur und Hypnotisand nach ein paar Tagen nicht mehr voll an den Inhalt einer Sitzung erinnern. Was auch oftmals gut ist und zeigt, dass das Unterbewusstsein im Stillen am arbeiten ist.
Fazit für Hypnotiseure: Wichtiges während einer Sitzung notieren.

Hypnotische Phänomene

Hypnotische Phänomene sind die Zeichen die zeigen, dass ein Hypnotisand in Hypnose ist.

Therapeuten erkennen Hypnose unter anderem daran, dass eines odere mehrer dieser Zeichen beim Hypnotisanden erkennbar sind:

  • die Augenlider des Hypnotisanden flattern
  • seine Körpertemperatur steigt
  • das Weisse in seinen Augen verfärbt sich rötlich
  • seine Augäpfel rollen nach oben
  • Tränen fliessen auf Grund der Entspannung

Hypnotisanden erkennen Hypnose daran dass

  • Hypermnesie oder Amnesie produziert werden
  • Katalepsie (zum Beipiel ein ausgestreckter "steifer Arm") oder sonst eine Körperposition über längere Zeit produziert wird
  • das Unterbewusstsein sich über Körpersignale (ideomotorische Signale) mitteilt
  • Schmerzbetäubung (Analgesie) oder Gefühllosigkeit (Anästhesie) produziert wird. Diese Phänomene sind hilfreich beispielsweise beim Zahnarzt-Besuch. Angst vor Schmerzen kann den Effekt verunmöglichen.
  • Positive Halluzination (etwas wird wahrgenommen auch wenn es nicht da ist) oder negative Halluzination (etwas wird ausgeblendet, obwohl es da ist). Die negative Halluzination führt oftmals dazu, dass von befragten Zeugen irgendeines Ereignisses dieses von jedem Zeugen anders geschildert wird - obwohl alle dasselbe gesehen haben.

Hypnotisanden brauchen manchmal eine Trainingszeit - mehrere Hypnosen - bis sie die Phänomene produzieren. Dennoch findet bereits in dieser Trainingsphase ein Effekt auf der Stufe des Unterbewusstseins statt.

 

Haupt-Einsatzgebiete von Hypnose

Klinische Hypnose

Der wohl bekannteste Einsatz dieser Art von Hypnose wird von einer steigenden Zahl von Zahnärzten als Alternative zur Betäubungsspritze angeboten. In Amerika ist Hypnose-Anäshesie auf dem Zahnarztstuhl meist das Mittel der Wahl, in unseren Breitengraden ist sie noch auf dem Weg dazu.

Vor allem an der Mayo-Klinik werden heute Geburten mit Hypnose-Unterstützung praktiziert und selbst grosse Operationen werden mit hypnotischer Anästhesie durchgeführt. In vielen Fällen werden Patienten mittels Hypnose auf die Operation vorbereitet, was zur Folge hat, dass die benötigte Menge der Narkosemittel um bis zu 80% gesenkt werden kann.So bleiben störende Nebenwirkungen weitgehend aus.

 

Zudeckende Hypnose

Richard Bandler und John Grinder etwickelten in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts das Modell von "Neuro Linguistic Programming" (NLP). Einer der Schwerpunkte von NLP ist, dass der Therapeut oder Coach seinem Klienten nur hilft, sich auf der eigenen Landkarte besser zurechtzufinden. Die Landkarte selber muss er nicht kennen. Oder anders gesagt: Der Therapeut braucht keine Kenntnis vom genauen Inhalt dessen, was der Klient in Hypnose bearbeitet zu haben. Nach der Lehrmeinung genügt es, den Klienten in einen guten Zustand zu versetzen. Alles andere passiert dann mit seinen eigenen Ressourcen von selber.

 

Was bewirkt nun diese Art von Hypnose?

Stellen Sie sich vor, Sie kommen eines Tages in Ihr Badezimmer und finden an der Wand verräterische schwarze Pünktchen.

schimmel-aspergillus-niger-hypno-geschichte-system-eft-coach-hans-peter-eberle-zielgenau

"Aspergillus Niger" ist Ihre Diagnose, der schwarze Schimmelpilz. Da der ziemlich ungesund ist begeben Sie sich umgehend in den Baumarkt und kaufen Javelle-Wasser und Farbe. Nachdem Sie die Wand gereinigt haben, streichen Sie diese neu. Und Hurra - alles ist wieder gut.

Drei Monate später - Sie wollen grad Ihre Badewanne putzen - sind sie wieder da. Die schwarzen Punkte...

Und genau so kann es mit Problemen gehen, die Sie einfach nur mit guten Gefühlen zukleistern. Das gibt zwar meist ein schnelles Erfolgserlebnis und kann bei kleineren und oberflächlichen Themen durchaus Abhilfe bringen.

Wenn es aber so richtig ans Eingemachte geht, reicht das nicht. Das Thema wird unweigerlich zurückkommen - meist heftiger als vor dem Coaching oder der Therapie.

Wie der Schimmelpilz.

 

Aufdeckende und tiefenpsychologische Hypnose

Um nochmals die Metapher mit dem Schimmelpilz zu brauchen: Genug ist genug. Jetzt muss komplett saniert werden. Die ganze Wand wird abgetragen, ordentlich verdämmt und wieder aufgebaut. Dann die richtige Farbe aufgetragen und siehe da - selbst nach einem Jahr sieht die Wand aus wie neu.

Genau so wird in der aufdeckenden Weise gearbeitet. Mit verschiedenen Modellen wie systemischer Arbeit oder Time Line-Coaching/Therapie wird den Störefrieden auf den Grund gegangen.

zeitmaschine-hypno-geschichte-system-eft-coach-hans-peter-eberle-zielgenau

Auf der Reise in die Vergangenheit hilft Ihnen Ihr Coach oder Therapeut, die eigene Zeitmaschine punktgenau dahin zu steuern, wo Ihr Anliegen seinen Ursprung hat.

Und es kann sehr wohl der Fall sein, dass Sie Ihre Geburt nochmals erleben oder in frühere Generationen oder frühere Leben reisen. Auf dieser Reise werden Sie verschiedene Rollen einnehmen, systemische Zusammenhänge erkennen und in die richtige Ordnung bringen, mit Ihren Träumen arbeiten oder Energiepunkte behandeln um neuen Fluss in Ihre Geschichte zu bringen. Und das ist nur ein Teil der Techniken, mit denen Sie möglicherweise arbeiten werden - je nach Ihrem Anliegen.

Die enorme Flexibilität dieser Hypnose-Kunst führt in den meisten Fällen zum Erfolg - ganz egal, was für ein Thema ansteht.

 

Wann ist Hypnose das falsche Mittel der Wahl?

Menschen, die an Psychosen leiden und beispielsweise Halluzinationen oder Wahnvorstellungen haben dürfen nicht hypnotisiert werden. Die Symptome könnten durch Hypnose verschlimmert werden.

Dasselbe gilt bei Ich-Störungen und bei Persönlichkeitsstörungen ist - falls doch Hypnose angewendet wird - das Resultat meist unbefriedigend.

Traumatisierte Menschen brauchen sehr viel mehr Vertrauen als andere Klienten. Denn meist durchleben sie nochmals die auslösende Situation mit allen Sinnen. Hypnose zeigt nur dann Erfolg, wenn solche Menschen fähig sind die Kontrolle abzugeben. Andernfalls gehen sie nicht in Trance.