Ist Kartenlegen wirklich Humbug? Machen Sie sich selber ein Bild

Bevor wir unser Experiment starten gibt's erst eine Erklärung für ein Phänomen, das Menschen in einer tiefen Entspannung produzieren können: Ideomotorische Signale.
Nehmen Sie mal ein Rätsel zur Hand - am besten eines, in dem aus mehreren Möglichkeiten eine Antwort ausgewählt werden kann. Geben Sie nun Ihrem Unterbewusstsein den Auftrag, die richtige Lösung herauszufinden. Zum Beispiel so: "Ich werde jetzt eine Antwort nach der anderen lesen. Bei der richtigen Antwort gib mir ein klares Zeichen mit dem Zeigefinger der linken Hand (Nehmen Sie nach Möglichkeit den Zeigefinger Ihrer schwächeren Hand).
Sobald Sie die richtige Antwort lesen, wird sich Ihr Finger anders anfühlen. Pelzig vielleicht, kühler oder wärmer und oft beginnt er zu zucken.zielegnau-rutengehen-kartenlegen-hans-peter-eberle
Pendler und Rutengänger machen sich dieses Phänomen zunutze um ihre ideomotorischen Signale zu verstärken.
Und manche Leute legen ein Blatt Papier vor sich und nehmen einen Bleistift in die Hand. Dann versetzen sie sich selber in einen entspannten Zustand und stellen eine Frage. Nach einer Weile beginnt die Hand automatisch zu schreiben. Oft mit verblüffendem Resultat - manch einer hat so schon Antworten bekommen.
Wie das genau funktioniert und woher sich das Unterbewusstsein die Informationen holt wissen wir noch nicht. Neuere Forschungen zu den körperlichen Zusammenhängen an verschiedenen Universitäten lassen vermuten, dass das limbische System (ein Teil unseres Gehirns) eine Schlüsselrolle spielt. Das limbische System beeinflusst das vegetative Nervensystem und die Drüsenfunktionen.

Die Informationen selber scheinen in den individuellen und globalen Bewusstseinsfeldern zu liegen. Der englische Biologe Rupert Sheldrake hat die These formuliert, dass die Verwirklichungstendenz einer Idee immer höher wird, je mehr Leute sich mit der Idee beschäftigen und ihre Energie hineingeben.
Je älter Informationen im Bewusstseinsfeld sind, desto besser integrieren sie sich in unser eigenes System.

Was hat das nun mit Kartenlegen zu tun?

Im Rahmen der Arbeiten für die "Doctor Papers" von Hanspeter Eberle hat sich die Berliner Psychologische Beraterin und Kartenlegerin Silvia bereit erklärt, ihre Arbeit in einem Experiment zu überprüfen.

Gemeinsam besprechen Hanspeter Eberle und Silvia mit Klientin Petra das Prozedere und vereinbaren, dass Hanspeter Eberle falls nötig während der Sitzung Anweisungen geben darf. Petra hat sich bereiterklärt, als Probandin zu agieren und sieht Silvia heute zum ersten Mal. Bewusst wir auf ein Vorgespräch verzichtet, damit Silvia keinerlei Informationen über Petra bekommt.

Silvia lässt Petra sich hinlegen und nach eine Weile der Ruhe beginnt sie mit Klangschalen Petras Energie zu harmonisieren. Ganz entspannt gleitet die Petra in eine Trance. Ihr Körper signalisiert den tief entspannten Zustand. Nach einer halben Stunde weist Silvia Petra leise an, in diesem angenehm entspannten Zustand zu bleiben und sich zu ihr an den Tisch zu setzen. Sie lässt sie die Karten mischen und dabei laut die Frage stellen, auf die sie eine Antwort will. "Wie wird sich meine Partnerschaft in den nächsten sechs Monaten entwickeln?", fragt Petra währen sie die Karten mischt.lenormand-karten-kartenlegen-hypnose-coaching-hans-peter-eberle-zielgenau
Silvia arbeitet mit Lenormand-Karten. Die Lenormand-Karten gehören zu den ältesten Karten und werden seit über 200 Jahren verwendet. Entsprechend viel Energie steckt in den Symbolen.
Jetzt lässt sie Petra die Karten in drei Stapel aufteilen und dreht diese um damit die jeweils unterste Karte sichtbar wird. Silvia konzentriert sich auf das was sie sieht und und sagt: "Derzeit läuft Deine Partnerschaft mässig, es hat irgendetwas mit einer weiten Reise zu tun." Petras Nicken zeigt, dass Silvia richtig liegt.
Nun legt Silvia alle Karten aus und erklärt Petra, dass einer von beiden weggehen wird. Und dass es für beide schwierig wird, die Partnerschaft auf Distanz zu erhalten. Dass jedoch viel verborgenes Potential bei beiden da ist, um die Trennung heil zu überstehen. Sie zeigt ihr auf, wo die Knacknüsse liegen um das Potential freisetzen zu können - und noch einiges mehr.
Petra ist überrascht. Denn es ist so, dass ihr Freund beruflich für ein halbes Jahr nach Japan versetzt wird.

Behutsam stellt Silvia Petra Fragen um herauszufinden, ob die beiden in der Lage sind, ihr Potential selber auszuschöpfen. Dabei wendet sie Techniken aus dem Coachingmodell der Integrierten Lösungsorientierten Psychologie (ILP) sowie aus dem Modell von NLP an. Es stellt sich schnell heraus, dass der Karten-Trend richtig ist: Bei Petra sind tiefere emotionale Blockaden da, die erst gelöst werden wollen.
Mit einer Regression (Rückführung auf der Zeitlinie) löst Hanspeter Eberle daraufhin eine Blockade bei Petra und schiebt den Lösungsprozess an damit sie den Mut aufbringt, um mit ihrem Partner - den sie als kopflastigen und sehr lieben Menschen beschreibt - über die Möglichkeiten zu diskutieren, die zukünftige Fernbeziehung optimal zu gestalten. Denn für ihn ist das Thema zu diesem Zeitpunkt "kein Problem".
Nach fast vier Stunden ist die Sitzung zu Ende und Petra ist überrascht, was die Karten gezeigt haben und wie Silvia daraus klare Handlungsanweisungen für sie aufgezeigt hat. "Ich habe mir vorgestellt, das sei so etwas Esoterisches. Dabei ist es richtig handfest und ich fühle mich jetzt viel besser." zieht Petra für sich Fazit.

In der Folge haben Petra und ihr Partner mit Hanspeter Eberle einige Sitzungen gestaltet. Dabei haben sie gemeinsam sowohl Blockaden aus der systemischen Welt gelöst, wie auch Techniken und Strategien erarbeitet und gefestigt damit die beiden ihre Fernbeziehung erfolgreich leben können.

Der Auslandeinsatz von Petras Partner ist mittlerweile zu Ende. Die beiden leben wieder zusammen und haben die Trennungszeit gut überstanden.

Vermutung wird zur Gewissheit

Das Experiment ist mehrere Male mit männlichen und weiblichen Probanden wiederholt worden. Und die Resultate liegen alle dicht beisammen. Die Trefferquote der Karten - ohne dass Silvia nähere Informationen über die Probanden hat - ist im Genauigkeits-Bereich von 80 - 90%.

Das lässt den Rückschluss zu, dass mit den Karten die ideomotorische Ausdrucksfähigkeit des Unterbewusstseins ein Spielfeld nach seinem Gusto bekommt. Denn in uns allen wohnt ein inneres Kind. Und Kinder lieben es, zu spielen. Und spielerisch werden so Wahrheiten ausgesprochen und Möglichkeiten aufgezeigt, zu denen der Verstand oft keinen Zugang hat.